Prostitutionsverbot – Saunaclubs werden geschlossen

Noch ist das nicht Realität. Doch der Weg dahin ist bereits geebnet. Wir erinnern uns alle in diesem Zusammenhang sicherlich noch daran, dass die Prostitution im Jahr 2002 legalisiert wurde. Dazu gehörte auch das Angebot im Saunaclub. Viele Länder lobten uns für diesen mutigen Entschluss. Doch schon damals rumorte es in vielen Parteien. Kirchen und diverse Interessenverbände übten seit jeher mächtigen Druck aus und wollten diese Schmach nicht hinnehmen. Doch es sind auch über 12 Jahre seitdem vergangen und es ist Zeit für einen erneuten Rückblick. Vieles hat sich verbessert. Brutale Zuhälter, die wir noch aus den alten Filmen kennen, sind heute längst nicht mehr im Geschäft. Prostitution ist nicht mehr schmutzig, sondern zu einem sauberen und harmonischen Arbeitsumfeld geworden, das vor allem den darin arbeitenden Frauen völlig neue Perspektiven gesetzt hat. Längst sind die Zeiten vorbei, wo Prostitution Zwang, Erniedrigung und Gewalt bedeutet hatte. Heute entscheiden die Damen vollkommen freiwillig ob und wie lange sie in der Prostitution tätig sein möchte. Das gilt ebenso für die vielfältigen Angebote in den Saunaclubs, die ebenso von der Legalisierung profitierten.

Zwangsprostitution seit 2002

Eine schlappe erlebten aber die kriminellen Gruppen aus Osteuropa und vor allem Rumänien und Bulgarien. Denn gerade die Rumänen galten bei der Zwangsprostitution nicht zimperlich. Deutschland ist seit nunmehr 12 Jahren nicht mehr auf der Kundenliste. Stattdessen haben sich die Gruppen in Italien und Frankreich festgesetzt. Durch die Legalisierung der Prostitution, ist der Zwang dazu praktisch ausgestorben. Keine Frau wird mehr unter Druck gesetzt. Ein Novum, das aber auch nur durch die Legalisierung erreicht werden konnte. Männer können heute unbeschwert in den Saunaclub gehen und sich mit den Frauen frei ohne Bedenken vergnügen. Mit dem Wissen, das die Damen ihren Weg aus freien Willen in die Prostitution gewählt haben. Dennoch versuchen einige Behörden den Mythos von Zwang und Gewalt aufrecht zu halten, um die Prostitution erneut verbieten zu lassen. Aber auch die Randerscheinungen wie Vergewaltigungen und sonstige Kriminalität, die sich in die normale Gesellschaft übertragen hatte, ist deutlich zurückgegangen. Es besteht kein Grund mehr zur Vergewaltigung, immerhin ist Prostitution erlaubt und das Angebot größer denn je. Insgesamt sprechen 12 Jahren für einen großen Erfolg.

Prostitution als Buhmann

Doch die Prostitution und der Saunaclub mit seinen freizügigen Möglichkeiten gilt weiterhin als Buhmann und wird bekämpft. So lassen sich überall in Deutschland zahlreiche Spuren entnehmen. Eine einheitliche Steuerregelung für die Prostitution ist bis heute fehl am Platz. Die Damen, die sich für einen Job im Saunaclub, auf der Straße oder im Escort entscheiden, dürfen sich zwar anmelden und endlich auch ganz normal krankenversichern. Aber steuerlich gibt es große Unsicherheiten, die bis heute nicht geklärt worden sind. Erst kürzlich wurde im erzkonservativen Bayern, in dem die Kirche das sagen hat, ein unglaubliches Urteil gefällt. Im Escort sind die Agenturen verpflichtet, die Steuer auf den gesamten Betrag, die ein Kunde an das vermittelte Girl bezahlt, zu leisten. Und nicht wie normal gängig, nur auf die eigentlich verdiente Provision. Überall lassen ich große Schwierigkeiten erkennen. Besonders im Bereich Saunaclub kommt es immer wieder zu grandiosen Anpassungen bei der Steuergesetzgebung. Auch wenn die Prostitution legal ist, werden die Betriebe bis heute nicht als normale Unternehmen erfasst, sondern teilweise mit Sexsteuern versehen, die hinten und vorne eine vernünftige und vor allem kaufmännische Kalkulation unmöglich machen. Doch nicht nur die Steuer erschwert den Frauen und Betreibern des Geschäfts. Auch Platzverweise (Sperrgebiete) drängen den Saunaclub und Co. immer weiter aus der Stadt und rücken damit die Frauen erneut in die Kriminalität.

Was passieren kann

Die Kirchen versuchen mit aller Macht Einfluss zu nehmen. Aber auch Verbände und Politiker, die letztlich die ausführende Instanz sind. Ein erneutes Verbot der Prostitution ist damit gar nicht einmal so fern. Dieses Worst-Case Szenario gilt übrigens bei unseren Nachbarländern als beliebt. Längst bereiten sich einige Gruppen darauf vor, das Deutschland beim Verbot der Prostitution wieder zum Abnehmerland Nummer 1 bei der Zwangsprostitution werden könnte. Die Polizei wäre mit den heutigen Möglichkeiten und dem geringen Personalbestand damit vollkommen überfordert. Würde die Prostitution verboten werden, so wären die direkten Auswirkungen auch in jeder Schicht der Gesellschaft zu spüren. Vergewaltigungen würden sprunghaft ansteigen.- Auch das wäre eine logische Konsequenz, die sich aus einem Verbot ergibt. Und genau das kann doch keiner wollen!

Die Saunaclubs würden erneut in die Kriminalität gedrängt werden. Das Arbeitsumfeld der Damen würde sich wandeln. Alles was mühevoll in 12 Jahren erreicht werden konnte, fällt dann wie in einem Kartenhaus zusammen.

Die Zukunft ist ungewiss

Aktuell ist es zum Glück noch nicht so weit. Gründe für ein Verbot liegen aber nicht nur bei der deutschen Politik, sondern vor allem in Brüssel. Die EU sieht die deutsche Freizügigkeit in der Prostitution nicht so gerne. Vor allem Frankreich reagiert immer wieder verärgert und fordert ein härteres Vorgehen. 2016 und 2017 werden neue Regeln und Änderungen eingeführt. Vor allem auf Druck der EU. Diese Punkte sind besonders für die Frauen im Saunaclub ein Schlag ins Gesicht. So müssen sie sich künftig registrieren lassen. Die Anmeldung beim Gewerbeamt bzw. beim Finanzamt bleibt aber weiterhin nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Das gleich gilt für den Abschluss einer Krankenversicherung. Hier hat der Gesetzgeber bisher keine wirklichen Möglichkeiten geschaffen.

Eine Welt ohne Saunaclubs

Ein solches Szenario wäre selbst bei einem Verbot nicht denkbar. Allerdings würden die Clubs dann wieder in die Illegalität abrutschen, die wir alle vor dem Jahre 2002 kannten. Soweit wird es hoffentlich nicht kommen. Allerdings richtet sich die EU weitgehend auch nach den Empfindungen und Interessen in den USA. Und genau dort ist die Prostitution nicht geschätzt. Es wird also mit weiteren Verschärfungen zu rechnen sein.