Rückgang der Pauschalclubs

In Köln ist seit einiger Zeit ein Rückgang der Pauschalclubs zu beobachten. Besonders in den letzten Monaten kam es dabei zu höheren Auswirkungen. Die Gründe liegen in den unterschiedlichsten Punkten. Ganz entscheidend wirken sich natürlich die neuen rechtlichen Vorgaben aus, die für viele Pauschalclubs in Köln zu einem Todesstoß führten. Generell dürfen sogenannte Flatrate-Clubs ihr Modell nicht mehr betreiben. Viele Pauschalclubs hatten genau dieses Geschäftsmodell eingeführt. Damit ist nun Schluss. Schon länger wird das Geschäftsmodell kritisiert. Seit bereits zahlreichen Jahren wird Stimmung gegen Pauschalclubs gemacht, die mit einem Flatrate Modell auftreten. Nicht nur in Köln, sondern überall in Deutschland. Nun hat die Politik klare Grenzen gesetzt.

Wie funktionieren Pauschalclubs

Sex, Wellness und Getränke sind praktisch All-In-One. Statt nur einen einmaligen Eintrittspreis für Wellness und Softgetränke in Köln zu bezahlen, sind die Pauschalclubs einen Schritt weiter gegangen. Auch das intime Vergnügen war im Preis bereits enthalten. Je nach Größe des Hauses gab es im Schnitt die Wahl zwischen 8 – 15 Frauen vor Ort. Das Motto lautete in den Pauschalclubs stets: Einmal Eintrittspreis bezahlen und nicht mehr über Geld sprechen. Ein Modell, das lange Zeit funktionierte, aber auch immer wieder heftig kritisiert wurde. Die Preise für den Eintritt in einen solchen Club in oder um Köln lagen um die 100 Euro. Doch nicht nur Politik und Medien setzen den Pauschalclubs zu.

Immer weniger Frauen wollten dort arbeiten

Das Modell der Pauschalclubs liegt in der Masse. So oft Männer können, so oft dürfen sie. Das funktioniert unter dem Strich in der Bilanz für die Betreiber aber nur dann, wenn viele Kunden in die Pauschalclubs kommen und zum anderen die Frauen für weniger Geld arbeiten. Letzter Punkt war akzeptabel, als die Finanzkrise am wüten war. Das war auch fast zeitlich die Entstehungsgeschichte der Pauschalclubs. Viele Häuser hatten in der Krise Schwierigkeiten, an Kunden zu gelangen. Neue Modelle sollten attraktiver machen und wieder Gäste in die Häuser bringen. Der heutige, moderne Pauschalclub entstand. So auch in Köln. Die Krise ist aber längst vorbei. Die Wirtschaft blüht. Die Pauschalclubs sind geblieben. Für die Frauen ist der Verdienst in den Pauschalclubs aber zumeist nicht ausreichend. Zu anstrengend seien die Arbeit und das bare Ergebnis am Ende zu gering. So wundert es nicht, dass in den Pauschalclubs kaum noch deutsche Frauen zu finden sind. Dominiert wird er auch in Köln überwiegend von dunkelhaarigen Frauen oder Damen aus Bulgarien, Rumänien und ähnlichen Ländern, für die der Verdienst immer noch höher als im Heimatland liegt. So ist für viele eine Tagespauschale von 50 - 150 Euro durchaus attraktiv. Doch in der letzten Zeit zeichnete sich hier auch ein klares Bild ab. Nur ganz bestimmte Damen waren noch an den Pauschalclubs in Köln interessiert. Frauen, die für Männer hingegen jedoch kaum noch interessant waren.

Fallen für Kunden

Pauschalclubs klingen für den Kunden eigentlich interessant und verlockend. Bezahlt er doch einmalig um die 100 Euro darf dann so oft er will. Wären da nicht die Fallen. So haben einige Pauschalclubs das zeitliche Angebot stark begrenzt. Der Eintritt gilt dann nur noch für 3 – 4 Stunden. Wird dabei noch die Umkleide- und Duschzeit berechnet, kann es recht knapp werden. Wellness und kurze Erholungspausen fallen aus oder werden minimiert. Hier zeigt sich, das Geiz ist Geil nicht alles ist. Sex ist Genuss. Viele Pauschalclubs machten jedoch eher das Bild von einem billigen Bordell, nur mit dem Unterschied, dass es im Club auch eine Sauna gab.

Ende gut, alles ...

In Köln und in ganz Deutschland ist die Zeit der Pauschalclubs vorbei. Nicht nur aufgrund der rechtlichen Bestimmungen dürfte es schwierig werden, das Modell aufrecht zu halten. Die meisten Kunden sehen in den Pauschalclubs keine Erleuchtung mehr und sind mittlerweile bereit, mehr zu bezahlen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich die Clubs in Köln in diesem Segment neu erfinden und das Modell erweitern oder verbessern.